Die Pharmakologin Dr. Andrea Kliewer vom Uniklinikum Jena hat wesentliche
Mechanismen für die Entwicklung einer Toleranz gegen Opioide wie Fentanyl und Morphin aufgeklärt. (Foto: Michael Szabó/UKJ)

Pharmakologen des Universitätsklinikums Jena konnten durch genetische Veränderungen am Opioid-Rezeptor in Mäusen die Entwicklung einer Toleranz gegen Opioide fast komplett unterdrücken. Die schmerzmindernde Wirkung verbesserte sich sogar und hielt auch bei längerer Gabe an, Nebenwirkungen wie Atemdepression und Obstipation sowie Abhängigkeits- und Entzugssymptome blieben jedoch unverändert. Die jetzt in Nature Communications veröffentlichte Studie legt nahe, dass die Toleranzentwicklung von Opioiden über Phosphorylierung und Desensitisierung des Opioid-Rezeptors vermittelt wird. Diese Erkenntnisse können zur Entwicklung verbesserter Opioide genutzt werden.

https://www.uniklinikum-jena.de/Uniklinikum%20Jena/Aktuelles/Pressemitteilungen/Opioide_%20Keine%20Wirkung%20ohne%20Nebenwirkung-p-22148.html

https://www.nature.com/articles/s41467-018-08162-1